Aktuelles aus der Nutztierhaltung, der Politik und der Geschäftsstelle
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Patrik Knobel setzt mit seinem Betrieb auf artgerechte Haltung, antibiotikafreie Aufzucht und ist neu auch KAGfreiland-zertifiziert
Weidegang rund um die Uhr, reine Grasfütterung und ein konsequenter Verzicht auf Antibiotika: Der Betrieb von Patrik Knobel auf dem Feusisberg SZ, ist neu KAGfreiland-zertifiziert und zeigt, wie artgerechte Rindviehmast mit Verantwortung, Transparenz und Respekt vor dem Tier gelingt.
Der Betriebsleiter Patrik Knobel bewirtschaftet seinen rund 8 Hektar grossen Bio-Betrieb im Nebenerwerb. Mit der KAGfreiland-Zertifizierung macht er sichtbar, was auf seinem Hof bereits gelebte Praxis ist: Tierwohl, Transparenz und ein respektvoller Umgang mit den Tieren stehen im Mittelpunkt. Patrik Knobel setzt konsequent auf eine naturnahe Weidemast. Ein Teil der Rinder wird für das Bio-Label „retour aux sources“ von Aldi gemästet. Die Tiere bezieht er von Patrick Hodel, ebenfalls ein KAGfreiland-zertifizierter Betrieb. Dort werden die Kälber geboren und von der Milch abgetränkt, bevor sie auf dem Betrieb von Patrik Knobel weiter aufgezogen und gemästet werden.
Derzeit leben rund 20 Rinder auf dem Hof, wobei der Stall Platz für bis zu 36 Tiere bietet. Ein Grossteil der Herde verbringt die Sommermonate auf der Alp, nur wenige Tiere bleiben auf dem Betrieb. Die Aufzucht der Tiere erfolgt antibiotikafrei. Gefüttert wird ausschliesslich mit Gras in Form von Heu, Silage und frischem Weidegras. Getreide, Mais oder Kraftfutter kommen nicht zum Einsatz. Die Mast geschieht somit ganz im Einklang mit der Natur. Während der Vegetationsperiode leben die Rinder rund um die Uhr auf der Weide. Erst mit dem Ende der Weidesaison ziehen sie in den Stall um, wo sie vor Kälte und Nässe geschützt sind.
Der Stall wurde umgebaut und bietet Platz für drei Gruppen, die nach Alter zusammengehalten werden. Jede Gruppe umfasst maximal zwölf Tiere. Die Rinder werden auf Tiefstreu gehalten und der Stall wird zweimal täglich entmistet. Dadurch entsteht ein angenehmes Stallklima mit deutlich geringeren Ammoniakemissionen. Im Winter hat jede Gruppe permanent Zugang zum Laufhof. Dort befindet sich die überdachte Futterraufe, sodass die Tiere trocken und dennoch an der frischen Luft fressen können. Für zusätzlichen Komfort und Beschäftigung sorgen Kratzbürsten im Laufhof, während Salzlecksteine im Stall angebracht sind.
Der Betrieb macht zudem beim Projekt «Lebwohl» von KAGfreiland mit. Ein Teil der Rinder wird auf dem Hof getötet. Die Hoftötung ermöglicht eine besonders schonende Schlachtung, da der Transport zum Schlachtbetrieb entfällt. Die Tiere bleiben in ihrer gewohnten Umgebung ganz ohne Stress. Für KonsumentInnen bedeutet dies maximale Transparenz und die Gewissheit, dass Verantwortung nicht am Hoftor endet. Das Rindfleisch aus Hoftötung wird direkt ab Hof vermarktet.
Wir freuen uns, Patrik Knobel bei KAGfreiland begrüssen zu dürfen!
Infos unter www.biohofknobel.ch