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Aktuelles aus der Nutztierhaltung, der Politik und der Geschäftsstelle

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Im Kreislauf der Natur und mit Tierwohl

Der Biohof Trottengarten ist neu KAGfreiland-zertifiziert

Der Betrieb von Konrad und Petra Langhart befindet sich am Rande des Dorfes Oberstammheim, mitten im Zürcher Weinland. Die 31 Hektar Land werden biologisch und biodynamisch bewirtschaftet. Die Mutterkuhherde und die Schafe werden neu nach KAGfreiland-Richtlinien gehalten.

Konrad und Petra Langhart führen den Betrieb im Vollerwerb zusammen mit einer Angestellten und zwei Lehrlingen. Der Biohof Trottengarten ist unglaublich vielseitig, sowohl in Bezug auf die verschiedenen Betriebszweige Acker-, Obst- und Rebbau, Tierhaltung und Direktvermarktung als auch in den verschiedenen Kulturen, Obst- und Weinsorten und der Rassen der Tiere. Auf den Ackerflächen wachsen verschiedene Getreidesorten (Weizen, UrDinkel, Roggen, Hafer), Kartoffeln, Senf, Sonnenblumen, Linsen und Gemüse, wie Karotten und Zwiebeln. Ergänzt werden die Flächen mit verschiedenen Wiesen und Weiden sowie einem Hektar Reben und verschiedenen Hochstammbäumen. «Das Tierwohl ist uns täglich ein sehr wichtiges Anliegen», begründet Konrad Langhart die KAGfreiland-Zertifizierung.

Von der Weide bis zur Hoftötung

Die Mutterkuhherde lebt während der Vegetationsperiode ganztags draussen auf der Weide. Die 20 Kühe und 29 Jungtiere sind in unterschiedliche Gruppen aufgeteilt und auf verschiedenen Weiden verteilt. Sobald die Weiden abgefressen sind, wechseln die Tiere die Weide. Der Betriebsleiter achtet darauf, dass allen Weiden Witterungsschutz bereitsteht. Hauptsächlich besteht dieser aus natürlichen Strukturen wie Bäume oder Hecken. Im Sommer gehen die meisten Tiere auf die Alp, nur eine kleine Gruppe bleibt auf dem Betrieb. Es leben behornte und genetisch hornlose Tiere auf dem Hof. Die Abstammung der Tiere ist sehr divers, weil in der Vergangenheit verschiedene Rassen bei den Stieren genutzt wurden. Im Winter wird die Mutterkuhherde in einem Laufstall mit Tiefstreu und permanent zugänglichem Laufhof gehalten. Die Fütterung ist das ganze Jahr grasbasiert und komplett frei von Kraftfutter und Mais. Der Betrieb nimmt am Projekt «Lebwohl» teil und führt die Hoftötung durch. Die Tiere werden im Alter von zwei Jahren hofgetötet. Alle Tiere, welche direktvermarktet werden, werden nur noch hofgetötet.

Seltene Schafrasse

Die Skuddenschafe dienen sowohl als Rasenmäher in den Reben als auch als Fleisch- und Wolllieferanten. Die zehn Auen leben mit einem Bock und ihren Jungtieren grösstenteils auf der Weide mit Zugang zu einem Unterstand. Die Skudden sind kleine, robuste und lebhafte Schafe einer seltenen Rasse, die auch von Pro Specie Rara gefördert wird. Das Lammfleisch und verschiedene Wollprodukte können im Hofladen gekauft oder über die Webseite bestellt werden.

Weiter leben auf dem Hof zwei Pensionspferde sowie die «Schneckenpolizei»: drei Laufenten.

Wir freuen uns, Petra und Konrad Langhart bei KAGfreiland begrüssen zu dürfen!

Infos unter: www.biohoftrottengarten.ch